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Olympia 2026 Frauen Tag 3: Abschluss 1. Spieltag und Fortsetzung 2. Spieltag +++UPDATE 23:35 UHR+++

deb150 1Vier Spiele umfasst das Tagesprogramm. Los ging es mit den Spielen der Gruppe B, zunächst gewann Deutschland gegen Japan.Die Spiele der Gruppe A gingen an die USA, die gegen Finnland gewann und Kanada, das gegen die Schweiz

GRUPPE A:

Shutout-Sieg für die USA

Während die USA mit einem Sieg ins Turnier gestartet ist, musste der Olympiastart von Finnland bekanntlich verschoben werden. Finnland konnte immerhin mit der kompletten Mannschaft antreten, lediglich die 3. Torhüterin pausierte. Außenseiter wären sie in dieser Partie aber auch ohne die Erkrankungen gewesen.

Die USA hatte auch gleich mehr Spielanteile und so wurde Finnlands Torhüterin Sanni Ahola gleich geprüft. Ein erstes Powerplay der USA überstand Finnland auch noch, vier Minuten vor der Pause führte das zweite Überzahlspiel zum ersten Treffer. Sieben Sekunden brauchten die USA, um durch Aley Carpenter zum 1.0 zu kommen. Finnland hatte auch einige gute Angriffe, es blieb aber bei diesen einen Treffer.

Anfang des 2. Drittels fiel die Vorentscheidung in dieser Partie. Tayloe Heise traf nach 151 Sekunden zum 2:0 und 66 Sekunden später erhöhte Megan Keller auf 3:0. Ein Powerplaytreffer von Hilary Knight nach 30 Minuten sorgte für die Entscheidung des Spiels.

Einen Treffer gab es im letzten Abschnitt, Abbey Murphy traf vier Minuten vor der Schlusssirene und so gewann die USA mit 5:0. Elf Schüsse konnte Finnland auf das Tor von Aerin Frankel abgeben, alle wurden gehalten und so feierte sie als erste Torhüterin des Turniers einen Shutout.

Finnland hat sich gut verkauft, am Ende setzte sich aber der Favorit durch.

USA – Finnland 5:0 (1:0/3:0/1:0)

Schiedsrichter: I. Henriksson (SWE), E. Mantha (CAN) – J. Cameron-Ward (USA), J. Todd (CAN)
Zuschauer: 3.843
Strafen: USA 0 (0/0/0), FIN 12 (4/4/4)
Tore:
1:0 (15:19) A. Carpenter (L. Edwards, M. Keller) PP1;
2:0 (22:31) T. Heise (A. Murphy, B. Curl); 3:0 (23:37) M. Keller; 4:0 (29:17) H. Knight (L. Edwards, M. Keller) PP1;
5:0 (55:56) A. Murphy (B. Curl, C. Harvey);

Kanada gewinnt im letzten Drittel

Die Schweiz war gegen Kanada Außenseiter, es ging vor allem darum, sich gut zu verkaufen.

Kanada bestimmte zwar das Spielgeschehen, die Schweizer kämpften aber und sie konnten bis zur 28. Minute einen Gegentreffer verhindern. Dann brachte Natalie Spooner Kanada mit einem Nachschuss in Führung und Saskia Maurer im Tor der Schweiz war geschlagen.

Im letzten Drittel konnte Sarah Filler nach 45 Minuten auf 0:2 erhöhen und wieder war es ein Überzahltreffer. Sieben Minuten vor dem Ende folgte der dritte Powerplaytreffer vom Titelverteidiger, Julia Gosling war die Torschützin. Daryl Watts konnte in der 57. Minute mit einem platzierten Schuss das 0:4 erzielen. Mit diesem Ergebnis endete das Spiel und Emerance Maschmeyer feierte nach sechs abgewehrten Schüssen als zweite Torhüterin einen Shutout.

Die Schweiz hat sich sehr gut verkauft, am Ende waren es teils unglückliche Strafzeiten, die diese Partie entschieden.

Schweiz – Kanada 0:4 (0:0/0:1/0:3)

Schiedsrichter: K. Cooke (USA), J. Kainberger (AUT) – A. Bruckner (USA), T. Saarimäki (FIN)
Zuschauer: 3.885
Strafen: SUI 12 (4/2/6), CAN 4 (2/0/2)
Tore:
0:1 (27:02) N. Spooner (M.-P. Poulin, S. Filler); PP1;
0:2 (44:03) S. Filler (R. Fast, D. Watts) PP1; 0:3 (53:36) J. Gosling (E. Ambrose, C. Thompson) PP1;

GRUPPE B:

Deutschland holt wichtigen Sieg

Deutschland startete mit einer Niederlage ins Turnier, Japan gewann zum Auftakt, wenn auch nur knapp. Für beide war es ein wichtiges Spiel in Richtung Viertelfinale. Japan wäre mit einem Erfolg fast durch, Deutschland müsste dann zittern. Im Vergleich zum ersten Spiel fehlte Katharina Häckelsmiller, im Tor startete wieder Sandra Abstreiter. Japan trat in kompletter Besetzung an, Starttothüterin war Miyuu Masuhara.

Deutschland griff sofort an und setzte Japan unter Druck. Das brachte auch früh eine erste Chance und nach 44 Sekunden die Führung. Laura Kluge passte zu Luisa Welcke, diese zog ab und den Abpraller schoss Daria Gleißner ins Tor. Das DEB-Team hatte weiter mehr Spielanteile, Japan kam in der Anfangsphase nur zu einer Torchance. Im Laufe des Drittels kamen sie aber besser ins Spiel und so wurde es immer ausgeglichener. Nach neun Minuten folgte der zweite Treffer des Spiels, nach einer schönen Einzelleistung schoss Emily Nix den Puck mit der Rückhand ins Tor. Der Treffer hinterließ Wirkung, nun war Deutschland wieder besser. Ein Powerplay konnte zwar nicht genutzt werden, nach 14 Minuten fiel trotzdem das 3:0. Nicola Hadraschek-Eisenschmid zog ab und es stand 3:0. Japan kam zwar noch zu guten Angriffen, Deutschland hatte aber nun wieder mehr vom Spiel, aber trotz eines weiteren Powerplays blieb es beim 3.0.

Japan wechselte zum 2. Drittel die Torhüterin, Riko Kawaguchi übernahm nun. Und nach 14 Sekunden Unterzahl aus dem ersten Drittel hatte Japan die erste gute Chance des Drittels. Dann kam wieder Deutschland und nach 26 Minuten folgte das 4:0. Nicola Hadraschek-Eisenschmid zog von der blauen Linie ab und der Puck prallte von der Torhüterin ins Tor ab. Deutschland nutzte nach 31 Minuten die nächste Chance, nach toller Vorarbeit von Calina Haider erhöhte Laura Kluge auf 5:0. Drei Minuten vor der Pause kam Japan zum ersten Treffer. In Überzahl fälschte Mei Muira einen Schuss ab und es stand nur noch 5:1. 22 Sekunden später stand es 5:2, Yumeka Wajima schoss einen Abpraller zum 5:2 ein. Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause und Deutschland ging in Unterzahl in den Schlussabschnitt.

Elf Sekunden vor der Pause kassierte Deutschland die Strafe und so gab es für Japan ein langes Powerplay. Japan drückte auch, aber die Abwehr von Deutschland hielt dagegen. Japan hatte im Drittel deutliche Vorteile, ohne daraus Kapital schlagen zu können. 224 Sekunden vor dem Ende kassierte Deutschland eine Strafe, die auch nicht genutzt werden konnte. Und 110 Sekunden vor der Sirene holte Japan sich eine Strafe ab und so spielte Deutschland in Überzahl. Deutschland spielte die letzten Sekunden problemlos herunter und gewann am Ende mit 5:2.

36 Minuten hat Deutschland ein starkes Spiel abgeliefert, im letzten Drittel ließen sie sich zu sehr ins eigene Drittel drängen. Insgesamt war es aber ein verdienter und natürlich enorm wichtiger Erfolg.

Stimmen (Quelle DEB):

Bundestrainer Jeff MacLeod: „Wir haben heute ein fantastisches Spiel gegen einen schweren Gegner gezeigt. Unsere Spielerinnen haben von Beginn an Druck erzeugt und sich früh für ihr gutes Spiel belohnt. Besonders gut hat mir das Selbstvertrauen gefallen, das sie von Beginn an ausgestrahlt haben. Wir hatten bereits vor dem Spiel ein gutes Gefühl und haben uns von der Auftaktniederlage nicht beeinflussen lassen. Heute haben viele Spielerinnen herausragend gespielt, insgesamt war es eine gute Mannschaftsleistung. An diese tolle Performance möchten wir auch in den kommenden Spielen anknüpfen, dann können wir auch gegen Frankreich und Italien erfolgreich sein.“

Stürmerin Laura Kluge: „Nach der Auftaktniederlage war es für uns wichtig, mit viel Energie ins Spiel zu starten und den Japanerinnen unser Spiel aufzuzwingen. Das ist uns heute sehr gut gelungen. Unser frühes Tor hat geholfen, das Momentum auf unsere Seite zu ziehen. Wir haben heute unseren Flow gefunden, was sehr wichtig für den weiteren Turnierverlauf ist. Wir können heute viele positive Dinge aus dem Spiel mitnehmen, zugleich gibt es aber natürlich auch Sachen, an denen wir arbeiten müssen, um auch gegen die kommenden Gegner erfolgreich zu sein. Wir können uns darauf freuen, was in diesem Turnier noch kommt!“

Stürmerin Nicola Hadraschek-Eisenschmid: „Wir sind heute richtig gut in das Spiel gestartet. Das schnelle Tor hat uns gutgetan und Selbstvertrauen gegeben. Mit dem Treffer konnten wir das Spiel an uns reißen. Mir hat es gefallen, dass wir anschließend nicht lockergelassen, sondern weiter nachgelegt haben. Das Spiel sollte uns sehr viel Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geben. Es gilt, an die heutige Leistung anzuknüpfen, dann können wir auch gegen Frankreich und Italien erfolgreich sein.“

Deutschland – Japan 5:2 (3:0/2:2/0:0)

Schiedsrichter: Z. Svobodova (CZE), A. Tassoni (USA) – L. Gutauskas (CAN), J. Lundgren (SWE)
Zuschauer: 3.777
Strafen: GER 4 (0/2/2), JPN 6 (4/0/2)
Tore:
1:0 (00:44) D. Gleißner (Lu. Welcke, L. Kluge); 2:0 (08:44) E. Nix (R. Hark, N. Hadraschek-Eisenschmid); 3:0 (13:03) N. Hadraschek-Eisenschmid (E. Nis, L. Kluge);
4:0 (25:24) N. Hadraschek-Eisenschmid (L. Kluge, D. Gleißner); 5:0 (30:30) L. Kluge (C. Haider, R. Hark); 5:1 (36:45) M. Miura (Ak. Shiga, Ao Shiga) PP1; 5:2 (37:07) Y. Wajima (K. Seki, M. Miura);

Schweden holt gegen Italien sicheren Erfolg

Schweden ging zwar als Favorit ins Spiel, Italien konnte aber beim Auftakterfolg viel Selbstvertrauen sammeln und sie würden es den Schwedinnen sicherlich nicht leicht machen.

Italien versteckte sich auch gegen Schweden nicht und so gab es von beiden Teams Angriffsversuche. Italien hatte auch zunächst mehr Torschüsse, nach zehn Minuten folgte aber die Führung des Favoriten. Jessica Asolfsson zog aus dem Bullykreis ab und Martina Fedel war geschlagen. Italien konnte das Drittel weiter recht ausgeglichen gestalten und es blieb nach 20 Minuten beim 1:0.

Italien hielt auch im 2. Drittel gut mit und so hatte Schweden weiter Probleme. Die 30. Minute brachte ihnen dennoch das 2:0, allerdings nach einer Einzelleistung. Sofie Lundin startete im eigenen Drittel und ihr Schuss ging ins lange Eck. Zwei Minuten später folgte das 3:0, Sara Hjalmarsson traf ebenfalls mit einem Schuss ins lange Eck, allerdings von der anderen Seite. Italien kämpfte weiter und sie wurden belohnt. Franziska Stocker zog in der 34. Minute ab und ihr verdeckter Schuss ging an Torhüterin Ebba Svensson Träff vorbei ins Tor. Schweden antwortete 69 Sekunden später, Hanna Olsson traf zum 4:1. Beide Teams hatten weitere Angriffe, zur Pause stand es aber 4:1.

Schweden ließ es im letzten Drittel ruhiger angehen und so konnte Italien weiter mitspielen. Ein abgefangener Pass brachte Schweden nach 47 Minuten eine weitere Chance und die ließ sich Thea Johansson nicht entgehen. Nun wechselte Italien die Torhüterin, Gabriella Durante übernahm nun. Sie musste nach zuvor einigen guten Aktionen fünf Minuten vor dem Ende das 6:1 von Thea Johansson hinnehmen. Es blieb der letzte Treffer und so gab es den erwarteten Erfolg von Schweden.

Schweden war besser und hat verdient gewonnen, Italien hat aber auch in dieser Partie durchaus überzeugt.

Schweden – Italien 6:1 (1:0/3:1/2:0)

Schiedsrichter: M. Doyle (USA), S. Neary (CAN) – A. Clarke (CAN), K. Hajkova (CZE)
Zuschauer: 10.727
Strafen: SWE 2 (0/2/0), ITA 4 (2/0/2)
Tore:
1:0 (09:50) J. Adolfsson (H. Thuvik, S. Hjalmarsson);
2:0 (29:36) S. Lundin (J. Raunio, A. Kjellbin); 3:0 (31:47) S. Hjalmarsson (I. Karlsson); 3:1 (33:30) F. Stocker; 4:1 (34:39) H. Olsson (L. Andersson, T. Johansson);
5:1 (46:53) T. Johansson (L. Ljungblom); 6:1 (54:32) T. Johansson (H. Olsson, H. Svensson);

TABELLEN:

GRUPPE A:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

USA

2

10:1

9

6

2

Kanada

1

4:0

4

3

3

Schweiz

2

4:7

-3

2

4

Tschechien

1

4:9

-5

1

5

Finnland

1

0:5

-5

0

 

GRUPPE B:

Pl.

Team

Sp.

Tore

Diff.

Pkt.

1

Schweden

2

10:2

8

6

2

Deutschland

2

6:6

0

3

3

Italien

2

5:7

-2

3

4

Japan

2

5:7

-2

3

5

Frankreich

2

3:7

-4

0

Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2026/olympic-w

erschienen bei Icehockeypage