Schon vor der Eröffnungsfeier gibt es die ersten Spiele und zum Auftakt sind es gleich vier. Deutschland unterlag zum Auftakt des Turniers in der Gruppe B gegen Schweden. Im zweiten Spiel der Gruppe B gewann Italien gegen Frankreich. Die USA und Tschechien eröffneten die Gruppe B, die USA gewann diese Partie. Das letzte angesetzte Spiel zwischen Finnland und Kanada wurde verlegt.
GRUPPE A:
USA gewinnt gegen Tschechien
Tschechien durfte keinesfalls unterschätzt werden, es gab hier in den letzten Jahren eine gute Entwicklung. Dennoch war die USA klarer Favorit.
Die USA hatte auch Vorteile, Tschechien spielte aber mit. Vier Minuten vor der Pause konnten sie in Führung gehen, in Überzahl wurde Tschechiens Torhüterin Klara Peslarova geschlagen, Megan Keller zog ab und Alex Carpenter fälschte den Schuss zum 1:0 ab.
Der Druck der USA blieb bestehen und nach 24 Minuten konnte Joy Dunne eine Vorlage schön zum 2:0 vollenden. Eine Minute später landete ein verdeckter Schuss von Haylay Scamurra zum 3:0 im Netz. Tschechien kam bei einem der wenigen Angriffe zum Anschlusstreffer, von der Strafbank kommend wurde Barbora Jurickova und sie ließ UE-Torhüterin Aerin Frankel nach einem Alleingang keine Abwehrchance. Nun hatten die Tschechinnen eine gute Phase, erst nach einigen Minuten übernahmen die USA wieder das Kommando. In der Schlussphase ging es hin und her und 130 Sekunden vor der Pause konnte Hilary Knight nach einem Alleingang zum Pausenstand von 4:1 erhöhen.
Tschechien versuchte zwar im letzten Drittel das Ergebnis noch zu verbessern, dies gelang aber nicht. Dafür kamen die USA noch zu einem Tor, Haylay Scamurra sorgte in der 45. Minute für den letzten Treffer des Spiels.
Es war der erwartete Erfolg der USA, Tschechien konnte trotz einer insgesamt guten Leistung den USA nicht gefährlich werden.
USA – Tschechien 5:1 (1:0/3:1/1:0)
Schiedsrichter: J. Kainberger (AUT), C. Murray (CAN) – J. Lundgren (SWE), J. Todd (CAN)
Zuschauer: 3.766
Strafen: USA 2 (0/2/0), CZE 6 (2/2/2)
Tore:
1:0 (15:55) A. Carpenter (M. Keller, L. Edwards) PP1;
2:0 (23:13) J. Dunne (T. Janecke); 3.0 (24:36) H. Scamurra (T. Janecke); 3:1 (28:37) B. Jurickova (N. Mlynkova); 4:1 (37:50)H. Knight (A. Carpenter, H. Bilka);
5:1 (44:22) H. Scamurra (K. Pannek);
Finnland – Canada VERLEGT AUF DEN 12. Februar
Im finnischen Team grassiert das Norovirus und so wurde das Spiel um eine Woche verlegt. Das Spiel findet nun am 12. Februar um 14:30 Uhr statt.
GRUPPE B:
Schweden gewinnt Eröffnungsspiel
Deutschland ging nicht chancenlos ins Eröffnungsspiel der olympischen Spiele, dennoch gingen die Schwedinnen favorisiert in dieses Eröffnungsspiel. Bis auf Torhüterin Chiara Schultes bot Bundestrainer Jeff MacLeod alle Spielerinnen auf, im Tor startete Sandra Abstreiter. Schweden bot 19 Feldspielerinnen auf, Starttorhüterin war Ebba Svensson Träff.
Deutschland musste früh eine erste Strafe hinnehmen, nach 144 Sekunden kam Schweden zum ersten Powerplay des Turniers. Deutschland überstand diese Situation und bei gleicher Anzahl an Spielerinnen hielt das DEB-Team gut mit. Und nach acht Minuten hatten auch sie ihr erstes Powerplay. Und sie nutzten ihr Powerplay, nach 31 Sekunden sprang ein Schuss von Nina Jobst-Smith vom Pfosten ins Tor und Deutschland führte 0:1. Schweden antwortete mit viel Druck und im Anschluss an ein Powerplay kamen sie zum Ausgleich. Lina Ljungblom konnte per Nachschuss in der 12. Minute den Ausgleich erzielen. Schweden hatte zwar im ersten Drittel deutlich mehr Torschüsse, dennoch hielt Deutschland das 1:1 und sie hatten auch gute Konter.
Schweden versuchte im 2. Drittel mehr Druck aufzubauen, aber Deutschland stand gut und sie versuchten auch Angriffe zu fahren. Die 3. Strafe gegen Deutschland bestraften die Schwedinnen. Zunächst wurde gut verteidigt, dann konnte Lina Ljungblom wieder mit einem Nachschuss in der 28. Minute ihren zweiten Treffer erzielen. Deutschland hielt weiter dagegen, sehr viele eigene Chancen gab es bei den Angriffsversuchen aber nicht. 40 Sekunden vor Drittelende nutzte Schweden das zweite Powerplay des Drittels, Mira Jungacker erhöhte auf 3:1.
Deutschland musste kommen und das versuchten sie auch. Nur ließ Schweden nicht viel zu und so blieb es bei einzelnen Torschüssen. Acht Minuten vor dem Ende fiel die Entscheidung, nach einem Konter hielt Zhea Johansson die Kelle in einen Pass und es stand 4:1. Deutschland gelang es nicht mehr das Ergebnis zu verbessern und so gewann Schweden am Ende mit 4:1.
Deutschland zeigte in diesem Spiel gute Ansätze, am Ende war Schweden aber einfach besser und siegte damit verdient.
Stimmen zum Spiel (Quelle DEB):
Bundestrainer Jeff MacLeod: „Wir haben über 60 Minuten gut gekämpft. Es war ein schnelles, physisches Spiel beider Mannschaften. Schweden hat über weite Strecken konsequent und abgeklärt gespielt. Das Spiel war in jedem Fall eine wichtige Lernerfahrung für uns, was den weiteren Turnierverlauf angeht. Wir werden das Spiel schnell aufarbeiten und regenerieren, damit wir dann gut für die nächste Aufgabe gegen Japan vorbereitet sind.“
Verteidigern Nina Jobst-Smith: „Wir sind natürlich enttäuscht über die Niederlage, sollten nun aber nach vorne schauen. Wir haben ein schnelles und körperbetontes Spiel gezeigt, das sollten wir uns für das Turnier beibehalten. Mit unserer Kreativität in den Reihen können wir uns in der offensiven Zone mehr Torgelegenheiten herausspielen, als wir es heute geschafft haben. Deswegen gilt es für die nächsten Spiele, dass wir uns vornehmen, noch mehr Pucks in Richtung des gegnerischen Tores zu bringen und uns selbst so die Möglichkeit zu geben, am Ende auch erfolgreich zu sein.
Stürmerin Emily Nix: „Wir sind enttäuscht, dass wir das erste Spiel verloren haben. Das waren einfach zu viele Strafen. Es waren schwierige Calls dabei. Dennoch müssen wir auch mehr Tore schießen. Mit einem Tor kann man kein Spiel gewinnen. Wir haben morgen einen Ruhetag. Das Spiel haken wir jetzt ab. Schweden ist sicherlich unser härtester Gruppengegner.“
Schweden – Deutschland 4:1 (1:1/2:0/1:0)
Schiedsrichter: S. Neary (CAN), A. Nurmi (FIN) – S. Bruckner (USA), T. Saarimäki)
Zuschauer: 2.455
Strafen: SWE 2 (2/0/0), GER 8 (4/4/0)
Tore:
0:1 (08:30) K. Jobst-Smith (Lu. Welcke, Li. Welcke) PP1; 1:1 (11:53) L. Ljungblom (J. Raunio);
2:1 (27:03) L. Ljungblom (L. Johansson, S. Lundin) PP1; 3:1 (39:20) M. Jungaker (J. Johansson, J. Raunio) PP1;
4:1 (51:20) T. Johansson (H. Svensson, H. Olsson);
Italien überrascht gegen Frankreich
Italien war Außenseiter in diesem Spiel, für Frankreich ist es die erste Teilnahme an olympischen Spielen.
Italien übernahm zunächst das Kommando und so stand Frankreich unter Druck. Nach zehn Minuten kam Frankreich zum ersten Powerplay und das führte zum ersten Treffer des Spiels. Viel sehen konnte Torhüterin Martina Fedel nicht und das führte zum 0:1 durch Gabrielle de Serres. Doch die Antwort von Italien kam genau 60 Sekunden später. Kayla Tutino wurde schön angespielt und Torhüterin Alice Philbert war chancenlos. Italien war weiter überlegen, sie machten aber nichts aus ihren Möglichkeiten. Sie bekamen den Puck aber nicht ins Tor und so stand es nach 20 Minuten 1:1.
Die Anfangsphase des 2. Drittels ging klar an Italien, erst nach einigen Minuten kam auch Frankreich zu einigen Angriffen. Italien kam nach 28 Minuten zum ersten Powerplay und sie hatten mit einem Pfostenschuss Pech. Als Frankreich sich ein wenig befreien konnte, wurde sie ausgekontert. Rebecca Roccella konnte in der 36. Minute nach einem Konter mit einem Nachschuss das 2:1 erzielen und Frankreich geriet wieder unter Druck. Frankreich kam bis zur Pause nicht mehr ins Spiel, Italien verpasste es allerdings das Spiel vorzeitig zu entscheiden.
Was immer sich Frankreich auch für das letzte Drittel vorgenommen hatte, die Pläne wurden früh zerstört. Matilde Fantin ging alleine durch, wurde nicht richtig angegriffen und erhöhte nach 14 Sekunden auf 3:1. Vier Minuten später fiel die Entscheidung, denn Kristin Della Rovere erhöhte auf 4:1. Es blieb nach 60 Minuten bei diesem Ergebnis, denn Frankreich kam nicht mehr ins Spiel.
Italien gewann verdient, sie waren über die gesamte Spielzeit die bessere Mannschaft. Frankreichs Leistung war schon etwas enttäuschend, aber es stehen ja noch drei weitere Spiele an.
Italien – Frankreich 4:1 (1:1/1:0/2:0)
Schiedsrichter: K. Cooke (USA), E. Mantha (CAN) – J. Cameron-Ward (USA), L. Gutauskas (CAN)
Zuschauer: 9.356
Strafen: ITA 6 (2/0/4), FRA 6 (0/2/2)
Tore:
0:1 (09:42) G. de Serres (C. Rozier) PP1; 1:1 (10:42) K. Tutino (N. Mattivi);
2:1 (35:17) R. Roccella (K. Della Rovere, L. Lobis);
3:1 (40:14) M. Fantin; 4:1 (44:59) K. Della Rovere (A. Caumo);
TABELLEN:
GRUPPE A:
|
Pl. |
Team |
Sp. |
Tore |
Diff. |
Pkt. |
|
1 |
USA |
1 |
5:1 |
4 |
3 |
|
2 |
Kanada |
0 |
0:0 |
0 |
0 |
|
3 |
Schweiz |
0 |
0:0 |
0 |
0 |
|
4 |
Finnland |
0 |
0:0 |
0 |
0 |
|
5 |
Tschechien |
1 |
1:5 |
-4 |
0 |
GRUPPE B:
|
Pl. |
Team |
Sp. |
Tore |
Diff. |
Pkt. |
|
1 |
Schweden |
1 |
4:1 |
3 |
3 |
|
2 |
Italien |
1 |
4:1 |
3 |
3 |
|
3 |
Japan |
0 |
0:0 |
0 |
0 |
|
4 |
Frankreich |
1 |
1:4 |
-3 |
0 |
|
5 |
Deutschland |
1 |
1:4 |
-3 |
0 |
Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2026/olympic-w
erschienen bei Icehockeypage








